Ich bin ...

Ich bin weiblich, Anfang 50, aber weder tot noch blind, Single, habe eine 20 jährige Tochter und komme so langsam in die Wechseljahre. Mal schauen, wie ich mich so schlage ...

Sonntag, 17. November 2013

Pilze gehören in den Wald ... Diagnose Candida albicans

Wie  wohl fast jede Frau hatte ich schon 2-3 mal in meinem Leben eine Scheidenpilzinfektion. Ich hab mir dann in der Apotheke eines der gängigen, frei verkäuflichen Mittel gekauft. Nach ein zwei Tagen war die unangenehme Sache vergessen.

In diesem Frühling musste ich wegen eines Zahnimplantats und einer schweren Bronchitis über eine längere Zeit Antibiotiika nehmen. Leider hatte mir keiner der Ärzte gesagt, dass Antibiotika die Darmflora zerstören. Während  eines USA-Aufenthalts war es dann mal wieder da, dieses typische, schier unerträgliche Jucken im Genitialbereich und das Gefühl, alles sei entzündet. Ich kämpfte mich durch einen Drugstore, fand auch dort die Mittel, die mir schon geholfen hatten und nahm an, damit habe sich alles erledigt. Aber dieses Mal war es anders, nichts wurde besser, ich ging ein zweites Mal in den Drugstore, kaufte ein anders Medikament. Tatsächlich trat eine Besserung ein, obwohl so richtig gut, ist anders. Statt zum Arzt zu gehen, benutze ich weiter die Salbe, suchte lange nach Slipeinlagen, die ohne Parfümstoffe und ohne Folie auskommen. Trotzdem blieb so ein unbehagliches Gefühl, ich merkte, irgendwas war nicht okay. Ignorierte dies aber standhaft, genauso wie meine Müdigkeit, die Hautentzündungen, erhöhte Leberwerte, die nicht erklärbar sind (ich mag keinen Alkohol) und immer wieder Durchfälle. 

Anfang September dann die jährliche  Vorsorgeuntersuchung bei meiner Frauenärztin.. Die Untersuchung war so unglaublich schmerzhaft, das hatte ich so noch nie erlebt. Meine Ärztin stellte einen Blasenentzündung fest und einen Scheidenpilz. Ich bekam nun ein verschreibungspflichtiges Medikament Im Anschluss daran Zäpfchen für die Scheidenflora. Leider vertrug ich die Zäpfchen gar nicht, ich hätte die Wände hoch gehen können. Aber mein Urlaub stand an, also begann ich wieder meine Eigentherapie und ignorierte die Beschwerden so gut es eben ging.

Nach dem Urlaub stand dann noch der zweite Teil der Vorsorgeuntersuchung an und natürlich war nichts besser. Meine Ärztin diagnostizierte einen Darmpilz (Candida albicans), der inzwischen übergegriffen hatte.

Nun schlucke ich Tabletten, Probiotika und eine cortisonhaltige Salbe soll die Entzündung bekämpfen. Diese Behandlung ist nun auch so gut wie abgeschlossen und bisher merke ich keine Besserung. Nun habe ich natürlich auch gegoogelt, angeblich liebt der Pilz Zucker (leider nicht nur er) und es gibt eine bzw. mehrere Diäten, die helfen sollen. Eines haben alle gemeinsam, KEIN Zucker. Freunde, das packe ich nicht, so stark bin ich nicht. Zwar begreife ich nun meinen schier unstillbaren Heißhunger auf Zucker in den letzten Monaten, denn eigentlich war es ja gar nicht meiner, sondern der des Pilzes. Ich bin nicht so der disziplinierte Typ, mein innerer Schweinehund hat immer eine Chance gegen mich.

Ich war sehr stolz auf mich, ich hatte es bis Juni geschafft, 10 Kilo abzunehmen und habe so gut wie gar keine Süßigkeiten mehr gegessen. Dann begann es, ich rechnete mir aus, wie viel Süßes ich essen darf und strich fast alles andere vom Speiseplan. Morgens fing ich mit einem Marmeladen-Brot (mehr Marmelade als Brot) an, Mittags aß ich Rosinenbrötchen und nach einem Süppchen kam abends die Schokolade. Dabei bin ich eigentlich gar keine so Süße, das war wirklich ungewöhnlich, aber im Grunde ja wohl normal. Vielleicht sollte ich meine Süßigkeitendiät ja mal einer breiten Öffentlichkeit vorstellen? Der Pilz hat sich offensichtlich prächtig entwickelt.

Nun gebe ich mir Mühe, seit gestern habe ich keine Süßigkeit gegessen. Heute aber ein dickes Stück Kuchen, weißes Mehl UND Zucker, ich weiß, das ist Sch*** . Oh Mann ich brauche ein Wundermittel ....

1 Kommentar:

  1. http://faq4h.bplaced.net/candida.php Hier gibt es gute Infoszur Therapie

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Hallo,
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Bussi
Emm